Glossar

Dach-Heizzentrale

Herkömmlicher Heizkessel, der unter dem Dach aufgestellt wird. Besonders vorteilhaft mit Flüssiggas, da als Schornstein nur ein Doppelmantel-Edelstahl-Schornsteinstummel mit allgemeiner Zulassung benötigt wird. Kaum Platzbedarf, erst ab einer bestimmten Leistung ist ein separater Heizraum erforderlich.

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Dampfdruckkurve

Der ungeregelte Druck in Druckgeräten, in denen Flüssiggas gelagert wird (Tanks oder Flaschen) ist ausschließlich von der Temperatur des Gases abhängig, solange sich in den Behältern noch flüssige Phase mit einem darüber liegenden Gaspolster befindet. Die Dampfdruckkurve stellt diesen Zusammenhang zwischen Druck und Temperatur dar.

 

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Deponie- und Klärgas

Diese bestehen im Wesentlichen aus Methan, Kohlendioxid und Stickstoff und entstehen aus organischen Substanzen (die in Müll und Abwasser enthalten sind) während der Zersetzung durch Mikroben. Die Zersetzung kann in Deponien mehrere Jahre dauern, in Kläranlagen 3–4 Wochen.

Anwendung:
Stromerzeugung durch Gasmotoren oder in Blockheizkraftwerken zur gekoppelten Strom- und Wärmeerzeugung. Kläranlagen nutzen Klärgas zur Selbstversorgung, Deponiegas wird zum Teil zur Eigenversorgung der Mülldeponie benötigt. Überschüsse stehen Dritten zur Verfügung. Ist Deponie- oder Klärgas nicht in ausreichender Menge vorhanden, kommt Flüssiggas zum Einsatz. Keine private Anwendung, ausschließlich kommunale Nutzung.

Siehe: Kraft-Wärme-Kopplung

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Dezentrale Heizung

Hierbei wird keine Wärme transportiert, sondern Energie. Erst dort, wo tatsächlich geheizt werden soll, wird Energie in Wärme umgewandelt. So entfallen Verteilungs- und Bereitschaftsverluste, die bei einer Zentralheizung unvermeidbar sind. Gezielte Beheizung von Arbeitsplätzen ist möglich.

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Dichte

In der Gasphase (PG) das Verhältnis der Masse zum Gasvolumen in kg/m3, im Normzustand die Normdichte (PGn). In der Gastechnik wird die relative Dichte (d) statt der Dichte verwendet. Sie ist das Verhältnis einer Gasdichte zur Dichte der trockenen Luft bei gleicher Temperatur und gleichem Druck. Es besteht die Beziehung:

 

Dichte in der Flüssigphase (PF) ist das Verhältnis aus Masse und Gasvolumen in kg/l.

Die Dichte ist abhängig von der Temperatur des Gases. Für Flüssiggas in der Gasphase beträgt die Dichte unter normalen Umgebungsbedingungen ca. 2 kg/m³, in der flüssigen Phase ca. 0,5 kg/l.

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Dimensionierung

Ermittlung des abzudeckenden Bedarfs der Verbraucher, Wahl des optimalen Flüssiggassystems wie Lagergröße, Rohrleitungsdurchmesser und Armaturenauswahl.

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Domschacht

Mit Deckel verschlossenes Gehäuse von unterirdischen Flüssiggasbehältern, in dem sich die Behälterarmaturen befinden.

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Druck

Gemessener statischer Überdruck von gasförmigen und flüssigen Stoffen in Druckbehältern oder Rohrleitungen gegenüber der Atmosphäre. Angabe in Millibar (mbar) oder bar. der Druck im Flüssiggasbehälter hängt nur von der Zusammensetzung des Flüssiggases und dessen Temperatur ab, nicht vom Füllungsgrad.

Anschlussdruck:
Fließdruck am Gasanschluss eines Gerätes. Der Nenn-Anschlussdruck in Haushaltsanlagen beträgt 50 mbar, im Ausland meist 30 mbar.

Ansprechdruck (ps):
Wird als Überdruck in bar oder mbar angegeben und bezeichnet den Druck, bei dem entsprechend einer Einstellung, beispielsweise das Sicherheitsabsperrventil (SAV), schließt, bzw. das Sicherheitsventil (SV) oder das Sicherheitsabblaseventil (SBV) zu öffnen beginnt

Betriebsüberdruck (p):
Druck, der beim Betrieb einer Flüssiggasanlage oder einzelner Teilabschnitte einer Flüssiggasanlage herrscht, bzw. entstehen kann, wird als Überdruck in bar oder mbar angegeben.

Betriebsüberdruck, zulässiger (pz):
Aus Gründen der Sicherheit festgelegter Höchstwert des Betriebsüberdruckes, wird in bar oder mbar angegeben;

Einstelldruck Sicherheitsventil:
Statische Betriebsüberdruck auf der Eintrittsseite, auf den ein Sicherheitsventil zum Öffnen eingestellt ist.

Fließdruck:
Gemessene (statische) Druck des strömenden, bzw. fließenden Gases.

Nenndruck (PN):
Bezeichnet eine ausgewählte Druck-Temperatur-Abhängigkeit, wird zur Normung von Bauteilen herangezogen und ohne Einheit angegeben.

Prüfdruck (pp):
Die Druckprüfung der Rohrleitungen wird mit Luft oder Stickstoff vorgenommen. Der Prüfdruck ist hier gleich dem 1,1-fachen des zulässigen Betriebsüberdruckes. Wird als Überdruck in bar oder mbar angegeben. Die Druckprüfung des Flüssiggasbehälters wird mit Wasser durchgeführt, der Prüfdruck ist gleich dem 1,3-fachen des zulässigen Betriebsüberdruckes.

Ruhedruck:
Druck des nichtströmenden Gases.

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Druckbehälterverordnung (DruckbehV)

Nicht mehr gültiges Regelwerk zum Inverkehrbringen und Betreiben von Druckbehältern und Rohrleitungen. Heute abgelöst durch die europäische Druckgeräterichtlinie (DGRL) für die Beschaffenheit, bzw. das Inverkehrbringen und die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) für den Betrieb von Flüssiggas-Druckgeräten.

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Druckgeräte

Der Begriff Druckgerät wurde durch die europäische Druckgeräterichtlinie (DGRL) für sog. ortsfeste Druckgeräte (z.B. Flüssiggastanks, Rohrleitungen etc.) und ortsbewegliche Druckgeräte (z. B. Flüssiggasflaschen) als allgemeiner Begriff für unter Druck stehende Geräte eingeführt. Die Bezeichnung Druckgerät entstammt der Übersetzung der englischen Bezeichnung pressure equipment. Unter Druckgeräte versteht man Geräte mit einem inneren Druck von mehr als 0,5 bar.

Siehe: Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), Druckbehälterverordnung (DruckbehV)

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Druckgeräterichtlinie (DGRL)

Europäische Richtlinie RL 97/23/EG für das Inverkehrbringen von ortsfesten Druckgeräten. International wird die DGRL als Pressure Equipment Directive (PED) bezeichnet. Sie gilt für Druckgeräte mit einem Betriesbdruck > 0,5 bar. Die DGRL löste in Deutschland die nicht mehr gültige Druckbehälterverordnung (DruckbehV) ab.

Ortsbewegliche Druckgeräte sind in der „Richtlinie über ortsbewegliche Druckgeräte (TPED) 1999/36/EG“ geregelt.  Mit der „Verordnung über ortsbewegliche Druckgeräte (OrtsDruckV)" vom 17. Dezember 2004 wurde die TPED in nationales Recht umgesetzt.

Siehe: Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), Druckbehälterverordnung (DruckbehV), Druckgeräte

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Druckklassen

Druckklassen für Schläuche:

  • Druckklasse 0,1 Ruhedruck bis 100 mbar
  • Druckklasse 6 Ruhedruck bis 6 bar
  • Druckklasse 30 Ruhedruck bis 30 bar
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Druckmesseinrichtung

Sicherheits-Manometer, das den jeweils herrschenden Betriebsüberdruck anzeigt. Jeder Flüssiggasbehälter muss damit ausgerüstet sein. Der zulässige Betriebsüberdruck muss augenfällig, z.B. durch eine rote Strichmarke auf der Skala, gekennzeichnet sein, die Druckmesseinrichtung ist gut sichtbar am Flüssiggasbehälter anzubringen. Die Nachprüfung des Manometers muss während des Betriebes möglich sein.

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Druckregelgerät

Wird auch Druckregler genannt und vermindert und regelt den Gasdruck. Druckregelgerät 1. Stufe:
Druckregelgerät mit ungeregeltem Eingangsdruck aus dem Flüssiggasbehälter. Druckregelgerät 2. Stufe: Vermindert den Ausgangsdruck des Druckregelgerätes 1. Stufe auf den erforderlichen Betriebsüberdruck der Gasgeräte.

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Dunkelstrahler

Erzeugt Wärmestrahlen, die sich, ähnlich wie bei der Sonne, verlustfrei mit Lichtgeschwindigkeit fortsetzen. Die Energie wandelt sich erst beim Auftreffen auf feste Körper in Wärme um. Heizen mit niedriger Temperatur ist möglich, da das Wärmeempfinden einer Arbeitsplatztemperatur von z.B. 18 °C schon bei einer Lufttemperatur von 10 °C erreicht wird. Im Gegensatz zum Infrarotstrahler findet die Verbrennung in einem geschlossenen Rohrsystem statt.  

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Durchlauferhitzer

Gasgerät, in das kaltes Leitungswasser fließt, sobald an der Entnahmestelle der Warmwasserhahn geöffnet wird. Auf dem Weg durch den Durchlauferhitzer wird das kalte Wasser erhitzt, so steht das Warmwasser sofort zur Verfügung.

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Duschbad

Während eines Duschbades (ca. 3 bis 5 Minuten) werden ca. 50 bis 60 Liter Wasser mit einer Temperatur von rund 37 °C verbraucht Bei einem Wannenvollbad dagegen 150 bis 160 Liter. Sowohl der Wasserverbrauch, als auch der Energieeinsatz betragen daher bei einem Duschbad etwa ein Drittel der Kosten eines Wannenvollbades.

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DVFG

Abkürzung für den "Deutscher Verband Flüssiggas e.V." mit Sitz im EnergieForum in Berlin. Die Mitglieder des DVFG sind Flüssiggas-Versorgungsunternehmen der Bundesrepublik Deutschland, sowie Industrie und Zulieferbetriebe der Flüssiggas-Branche. Aufgaben des Verbandes sind u.a. die Umsetzung der hohen Sicherheitsstandards, der Kontakt zu Ministerien und Verbänden, sowie die umfassende Information der Öffentlichkeit über die schadstoffarme Energie Flüssiggas und ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.

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DVGW

Abkürzung für "Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches – Technisch-Wissenschaftliche Vereinigung e.V." mit Sitz in Eschborn, Frankfurt/M. Zuständig für technisch-wissenschaftliche Fragen im Gas- und Wasserfach.

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