Glossar

Teer- und Bitumenkochen

Schmelzgeräte für Bindemittel im Straßen- und Isolierbau werden in leichten und schweren Ausführungen gebaut. Ein Teerwärmer für Teereimer bis 300 mm Durchmesser verbraucht pro Stunde 0,35 kg Flüssiggas. Bitumen- bzw. Teerkocher fassen in den Standardausführungen 50 bzw. 100 kg Schmelzgut (Gewichte der Öfen: 50, bzw. 70 kg).

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Tank

Lagermöglichkeit für große Mengen Flüssiggas. Es gibt oberirdische und unterirdische Tanks.

Großtankanlagen finden überwiegend in der Industrie Anwendung. Mit Flüssiggas-Großtankanlagen kann jeder Bedarf eines Gewerbe- oder Industriebetriebes gedeckt werden, zur Bereithaltung von Heiz- oder Prozesswärme, sowie für den Antrieb von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen. In der Regel werden Großbehälter erdgedeckt eingelagert. Die Anlieferung des Gases erfolgt entweder in Straßentankwagen oder Bahnkesselwagen.

Entnahme aus der Flüssigphase:
In der Industrie werden meist große Gasmengen benötigt, die aufgrund der fehlenden Umgebungswärme nicht mehr im Behälter verdampfen können. Man entnimmt deshalb das Propan flüssig dem Behälter und verdampft es in einem speziellen Verdampfer durch Wärmezufuhr mittels elektrischem Strom, Warmwasser oder Dampf. Bei Butan sind aufgrund der höheren Verdampfungstemperatur stets ein Verdampfer und eine Druckerhöhung erforderlich.

Kleintankanlagen werden vorwiegend für den normalen Verbrauch benötigt. Die wirtschaftlichste Flüssiggas-Versorgung ist die eigene Tankanlage. Die Aufstellung erfolgt nach gesetzlichen Bestimmungen, die das jeweilige Flüssiggas-Versorgungsunternehmen in den Planungen berücksichtigt. Flüssiggastanks bis 6.400 l (3,0 t) werden oftmals oberirdisch aufgestellt, vor Allem im Bereich von Gewerbe und Industrie. Der bauliche Aufwand hierfür ist in der Regel sehr gering, eine einfache Betonplatte zur Behälteraufstellung genügt. Diese Behälter können gemietet werden. Auch unterirdisch können Flüssiggasbehälter eingelagert werden, sollte zu wenig Platz zur oberirdischen Aufstellung vorhanden sein.

Entnahme aus der Gasphase:
Bei Kleintankanlagen wird Flüssiggas aus der Gasphase entnommen. Wird einem Flüssiggasbehälter aus der Gasphase Flüssiggas entnommen, so verdampft aus der flüssigen Phase eine so große Menge, bis der Gleichgewichtszustand zwischen flüssiger und gasförmiger Phase wiederhergestellt ist. Propan kann die benötigte Verdampfungswärme durch Wärmezufuhr aus der Umgebungsluft decken. Dies gilt allerdings nur so lange, wie die Behältergröße mit ihrer natürlichen Verdampferleistung dem Gasverbrauch entspricht.

Gasförmige Entnahme bei einem Mindestdampfdruck im Behälter von 2,5 bar, einer Temperaturdifferenz von 20 °C und Füllungsgrad 25%.

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TAS

Abkürzung für thermische Absperrsicherung. Sicherheitseinrichtung in Rohrleitungen, die bei unzulässiger Erwärmung den Gasfuß unterbricht und die Rohrleitung absperrt.

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Temperatur

Maß für den Wärmezustand eines Körpers.

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Temperaturabsenkung

Eine der Möglichkeiten, Energie einzusparen. Absenken der Betriebstemperatur oder der Raumtemperatur.

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Temperaturfühler

Siehe: Thermostat

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Thermographie

Mit einer Infrarot-Kamera wird die für das menschliche Auge unsichtbare Wärmestrahlung erfasst, elektronisch umgewandelt und sichtbar gemacht. Die Thermographie kann z.B. für die Überprüfung von Baukörpern eingesetzt werden: Aufspüren von Schwachstellen (Wärme-Kälte-Brücken) an Außenwänden und an Dächern, Lecksuche bei Heißwasserrohren.

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Thermostat

Eine neue Zentralheizanlage muss eine optimale Regelung besitzen. Aufgabe der Regelung einer Zentralheizung ist die Sicherstellung, dass im Heizkessel nicht mehr Wärme als notwendig erzeugt wird und dass durch die Wärmeabgabe der Heizkörper die gewünschte Raumtemperatur eingehalten wird. Am besten ist dies durch eine außentemperaturabhängige, witterungsgeführte Regelung in Verbindung mit thermostatischen Heizkörperventilen möglich, die an den jeweiligen Heizkörpern angebracht werden. Über eine Zeitschaltuhr ist auch eine Tag- und Nachtabsenkung möglich. In älteren Anlagen wird die Temperatur häufig nur durch einen Raumthermostaten bestimmt. Nachteil: andere Räume sind von diesem Raum temperaturabhängig.

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Tieftemperaturkessel

Kessel für gleitende Betriebsweise ohne untere Begrenzung der Mindesttemperatur im Kesselwasser.

Siehe: Niedertemperaturkessel

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Treibgas

Einsatz von Flüssiggas für Verbrennungsmotoren. Vollkommen saubere Verbrennung. , macht daher aufwendige Entgiftungsanlagen für Auspuffgase überflüssig.

Vorteile gegenüber batteriegetriebenen Fahrzeugen:
Keine Betriebsunterbrechung durch langwieriges Aufladen der Batterien, große Kraftentwicklung, entsprechend flüssigen Kraftstoffen, wirtschaftlicher Einsatz. Besonders für Transportfahrzeuge, Gabelstapler, Kehrmaschinen geeignet. Entspricht den Forderungen für den Einsatz von Flur-Förderfahrzeugen in geschlossenen Werkshallen. Der am meisten verbreitete alternative Kraftstoff in Deutschland - bei einem Einsatz in PKW oder LKW wird Treibgas gewöhnlich Autogas genannt.

Weltweit werden etwa 4 Mio. Fahrzeuge mit Flüssiggas betrieben, vor Allem auch in den Niederlanden, Japan, Italien, Australien, Neuseeland, Kanada und den USA.

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TRBS

Technische Regeln für Betriebssicherheit und zur Konkretisierung der Betriebssicherheitsverordnung. Nachfolgeregelwerk der nicht mehr gültigen Druckbehälterverordnungen TRB, TRR, TRG, etc.

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TRF

Abkürzung für: Technische Regeln Flüssiggas, eine Vorschrift für Handwerker. Diese Bestimmungen sind im Wesentlichen auf die TRBS und TRGI abgestimmt worden.

Für Anlagen, die gewerblichen oder wirtschaftlichen Zwecken dienen, sind die TRF nur soweit anzuwenden, wie keine anderen gewerbespezifischen Regeln zu berücksichtigen sind.

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TRGI

Abkürzung für: Technische Regeln für Gas-Installation, ein Regelwerk des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW). Nach diesen Regeln für Erdgas ausgeführte Hausinneninstallationen garantieren ein Höchstmaß an Sicherheit und Qualität.

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Trinkwasser-Schutzgebiete

Ausgewiesene Trinkwasser-Schutzgebiete sichern die Versorgungskapazität, auch für die Zukunft. Sie sollen die natürlichen Wasserschätze schonen, erhalten und schädliche Umwelteinflüsse von ihnen fernhalten. Die Verwendung von Flüssiggas ist in diesen Schutzgebieten uneingeschränkt zugelassen.

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Trocknungsanlagen

Rationelle Material-Warmbehandlung, vorzugsweise unter Verwendung des besonders wirtschaftlichen Systems der direkten Beheizung.

Anwendung:

  • Großraumspritz- und Trockenkabinen für Beton- und Dickstoffpumpen
  • Großraum-Spritzkabine mit anschließendem Trockner für die Landwirtschaft
  • Brennofen für keramische Produkte
  • Direkt befeuerter Tunnelbrennofen in einer Ziegelei
  • Nachverbrennungsofen in einem Kunststoffwerk
  • Hochleistungs-Düsenkrumpftrockner zum Krumpfen und Trocknen gefärbter und gebleichter Maschen- und Webware
  • Getreide- und Maistrocknungsanlagen
  • Lackeinbrennöfen 
  • Infrarot-Trockenöfen
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Totmannschalter

An gefährlichen Geräten werden oft Totmannschalter angebracht, die das Gerät stoppen, sobald diese losgelassen werden. Das Einschalten ist nur durch eine erneute Betätigung möglich. So kann sichergestellt werden, dass sich das Gerät nicht durch bloßes Aufnehmen oder durch Herunterfallen von selbst einschaltet.

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