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2.000 Autogas-Tankstellen bis Ende des Jahres. Zusage der Flüssiggas-Versorger wird eingehalten

Bis zum Ende dieses Jahres wird es in Deutschland mindestens 2.000 öffentlich zugängliche Tankstellen für den Alternativ-Kraftstoff Autogas geben. Das gab der Deutsche Verband Flüssiggas e. V. (DVFG) im Rahmen seiner diesjährigen Herbstarbeitstagung in Travemünde bekannt. Die Branche löst damit eine Zusage ein, die sie im April auf der Leipziger Automobilausstellung AMI der Politik und den Verbrauchern gegeben hatte. „Auch in Deutschland gibt es jetzt einen schadstoffarmen Gaskraftstoff, der flächendeckend verfügbar ist“, so der Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Hanns Richard Hareiner. An den deutschen Autobahnen wächst das Autogas-Angebot ebenfalls immer schneller. Allein die Betreibergesellschaft Tank & Rast unterhält an ihren Autobahn-Standorten mittlerweile 43 Autogas-Stationen. Bis zum Ende des Jahres soll diese Zahl auf 48 anwachsen, und im Laufe des Jahres 2007 ist ein Ausbau auf ca. 60 Tankmöglichkeiten für Autogas geplant. Nach DVFG-Angaben wird damit nicht nur der steigenden Zahl deutscher Autogas-Fahrer Rechnung getragen: Auch Deutschlands Rolle als wichtigstes Transitland in der Mitte Europas macht dieses Angebot erforderlich. In zahlreichen Nachbarländern ist Autogas bereits eine seit langem bewährte Kraftstoff-Alternative mit entsprechend größerer Verbreitung. Mit Autogas wird die leitungsunabhängige Energie Flüssiggas bezeichnet, wenn sie zum Antrieb von Kraftfahrzeugen eingesetzt wird. Da die meisten Autobahn-Raststätten nicht in unmittelbarer Nähe größerer Ortschaften liegen und deshalb auch nicht an die leitungsgebundene Gasversorgung angeschlossen sind, bietet hier nur Autogas eine praktikable Lösung für eine Gas-Zapfsäule. In Deutschland haben sich bisher mehr als 100.000 Autofahrer für die schafstoffarme Antriebsvariante entschieden. Sie profitieren aufgrund einer Steuerbegünstigung von Kraftstoffpreisen, die um etwa 50 Prozent unter denen von Superbenzin liegen. Seitdem der Bundestag im Juni eine Festschreibung dieser Autogas-Förderung bis zum Jahr 2018 beschlossen hatte, gibt es jetzt langfristige Planungssicherheit für Fahrer, Umrüstwerkstätten und Tankstellenbetreiber. Die Dynamik der Nachfrage und der Marktentwicklung hat seit dieser Entscheidung sprunghaft zugenommen. Bereits im laufenden Jahr wird die Flüssiggasbranche in den Ausbau des Tankstellennetzes und der Vertriebsstrukturen für Autogas ca. 40 Mio. Euro investieren. Im Deutschen Verband Flüssiggas sind mehr als 100 meist mittelständische Versorgungsunternehmen und Zulieferbetriebe zusammengeschlossen. Eine bundesweit flächendeckende Infrastruktur aus rund 140 Großlägern, 1.100 Bahnkesselwagen und über 500 Straßentankwagen gewährleistet die zuverlässige Versorgung mit der Energie Flüssiggas, die primär zur Wärmeerzeugung in Haushalt und Gewerbe genutzt wird.

07.11.2006
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