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Alternative Antriebe im Vergleich: Autogas führt bei den Tankstellennetzen

Benzin und Diesel bekommen Konkurrenz: Alternative Antriebskonzepte bereiten derzeit auch im Straßenverkehr die Basis für eine Energiewende. Weil Effizienz und Schadstoffarmut einen immer höheren Stellenwert bekommen, haben deutsche Autofahrer inzwischen mehrere Möglichkeiten zum zukunftweisenden Umstieg: Ob Autogas- oder Erdgasantrieb, ob Elektro- oder Wasserstoff-Fahrzeuge – all diese Technologien sind längst entwickelt und erprobt, haben sich zum Teil seit vielen Jahren in der Praxis bewährt und verfügen über eine Infrastruktur mit Werkstätten und Tankstellen.

Über den jeweiligen Umfang dieser Tankstellennetze herrscht allerdings bei manchen umstiegsbereiten Autofahrern Unsicherheit. Gibt es flächendeckend ausreichend Stationen für den regelmäßigen Tank-Stopp? Nicht selten ist dies das entscheidende Kriterium für einen Fahrzeugwechsel oder eine Umrüstung. Der ADAC hat jetzt die Tankstellennetze aller relevanten Antriebskonzepte verglichen. An die nahezu 15.000 Stationen für herkömmliches Benzin und Diesel kommt noch keine der sauberen Alternativen heran.

Aber auch dem emissionsarmen Kraftstoff Autogas mit mehr als 6.200 Standorten allein in Deutschland bescheinigt der Automobilclub eine gute Erreichbarkeit. Autogas ist europaweit mit rund sechs Mio. Fahrzeugen die am weitesten verbreitete Kraftstoff-Alternative. Nachholbedarf gibt es dagegen bei den übrigen Mobilitätslösungen: „Die Infrastruktur für Elektro-, Erdgas- und Wasserstoffautos ist noch dürftig“, so das Fazit des ADAC.

Während in Deutschland für Elektroautos 940 und für Erdgasfahrzeuge 887 Stationen zur Verfügung stehen (Angaben Mai 2011), sind es beim Wasserstoffantrieb ganze 27. Hier muss also noch einiges an Entwicklungsarbeit geleistet werden, sowohl bei der wirtschaftlichen Serienreife der Fahrzeuge als auch beim Ausbau des Tankstellendichte. Allen Varianten gemeinsam ist jedoch, dass jeder einzelne Umstieg dem Klimaschutz dient: Wer alternativ tankt, trägt effektiv zur Vermeidung von Schadstoffemissionen bei.

08.06.2011
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