Fakten Detailansicht

Autogas als praxisgerechte Mobilitätslösung. Tagung der Flüssiggas-Versorgungsunternehmen

Mit einem optimistischen Ausblick auf die Entwicklung des Autogas-Marktes ist die diesjährige Herbstarbeitstagung des Deutschen Verbandes Flüssiggas e. V. (DVFG) zu Ende gegangen. Bei dem zweitägigen Branchentreffen im sächsischen Radebeul stand die Nutzung von Flüssiggas als schadstoffarme Kraftstoff-Alternative im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen.

Die Versorgungsunternehmen sehen in den seit Jahren expandierenden Zulassungszahlen von Autogas-Fahrzeugen eine Bestätigung ihrer Initiative für eine klimaentlastende und gleichzeitig ebenso wirtschaftliche wie praxisgerechte Mobilitätslösung. So hat in diesem Jahr eine Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) dem Antriebskonzept Autogas im Vergleich zu Erdgas als Kraftstoff eine führende Rolle bei der CO2-Vermeidung bescheinigt. Erstmals ist bei dieser Studie der gesamte umweltrelevante Prozess von der Förderquelle bis zum Einsatz im Fahrzeug (Well-to-Wheel) berücksichtigt worden.

„Auf Basis dieser wissenschaftlichen Berechnungen sorgen die rund 500.000 Fahrzeuge mit Autogasantrieb in Deutschland bereits für eine jährliche Reduzierung der CO2-Emissionen um 300.000 Tonnen“, so Rainer Scharr, der Vorsitzende des DVFG-Vorstands: „Im Gegensatz zu anderen Antriebsalternativen kann die Umweltentlastung ohne aufwändige Eingriffe in die Statik des Fahrzeugs sofort wirksam werden, auch bei einer nachträglichen Ausrüstung. Daher fordert der DVFG, dass Autogas in der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung angemessen berücksichtigt wird und die steuerliche Gleichbehandlung mit Erdgas bestand hat.“

Die Option auf eine Nachrüstung von Autogas-Anlagen im Fahrzeugbestand zählte ebenso zu den Tagungsthemen der Flüssiggasversorger wie aktuelle Aspekte des Werkseinbaus durch die Kfz-Hersteller. Dass Autogas weiterhin, mit 80 Prozent Anteil, die unangefochtene Nummer Eins unter den alternativen Antriebsarten einnimmt, liegt nicht zuletzt an dem gut ausgebauten Tankstellennetz in Deutschland (6.500) und Europa (40.500). Als Technologie mit erheblichem Zukunftspotenzial gerade für den Güterverkehr wird auch der Autogas-Diesel-Mischbetrieb bei Nutzfahrzeugen betrachtet. Fuhrparkbetreiber erwarten von dieser Perspektive eine Chance auf deutliche Betriebskostensenkungen.

Zahlreiche der in Radebeul diskutierten Technik-Komponenten rund ums Autogas konnten auch direkt vor Ort begutachtet werden: Die parallel zur Tagung stattfindende Ausstellung verzeichnete mit 29 Ausstellern einen neuen Teilnehmerrekord. Dem Deutschen Verband Flüssiggas e.V. gehören insgesamt 118 Mitgliedsunternehmen an. Sie umfassen sowohl Flüssiggas-Versorgungsunternehmen als auch Firmen aus dem Umfeld dieser Energie, vom Anlagenhersteller bis zur Spedition. Die mittelständischen Flüssiggas-Unternehmen verfügen in Deutschland über eine dichte Versorgungs-Infrastruktur, die kontinuierlich auf neuestem sicherheitstechnischen Standard gehalten wird.

Über den Deutschen Verband Flüssiggas e. V. (DVFG):
Der Deutsche Verband Flüssiggas e. V. (DVFG) ist bereits seit 1949, also seit dem Gründungsjahr der Bundesrepublik, die national und international anerkannte und kompetente Vertretung der Flüssiggas-Wirtschaft in Deutschland. Der DVFG engagiert sich im Forschungs- und Entwicklungsbereich und arbeitet in relevanten Normungsausschüssen sowie weiteren Gremien mit, um den effizienten Einsatz von Flüssiggas weiter voranzubringen.

23.10.2012
« zurück zu letzter Ansicht