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Autogas am Nürburgring: BRC präsentiert neue Gasanlage für Direkteinspritzer

Der italienische Hersteller von Autogasanlagen BRC präsentiert am 21. und 22. Juni auf dem Nürburgring sein neues Ldi-System für direkt einspritzende Motoren. Dabei wird das Autogas unter Ausnutzung der fahrzeugeigenen Kraftstoffversorgung im Gegensatz zu herkömmlichen Anlagen in flüssiger Form in den Brennraum eingespritzt. Die Vorstellung erfolgt im Rahmenprogramm der Adenauer ADAC Simfy Trophy, zu der auch der Green Hybrid LPG Cup gehört.

Die ausschließlich für LPG-Fahrzeuge 2011 von BRC und Kia Italien ins Leben gerufene Rennserie gastiert erstmals in diesem Jahr auch auf dem Nürburgring. An den Start gehen Kia Venga mit 130 PS, die zusätzlich über jeweils einen insgesamt 25 PS starken Elektroantrieb verfügen. Aufgebaut und für die Rennen entsprechend modifiziert wurden die absolut identischen Fahrzeuge bei BRC-Racing in Italien. Die wegen der markenpokal-typischen, harten Zweikämpfe beliebte Rennserie wagt in diesem jahr erstmals einen Abstecher nach Deutschland und ins polnische Poznan.

Nicht zuletzt deshalb dürfte für ein attraktives Programm am Rande der Vorstellung des neuen BRC-Konzepts gesorgt sein. Federführend vor Ort ist Florian Melber für den deutschen Generalimporteur Gasdrive Technologies in Althengstett, der allerdings auf tatkräftige Unterstützung des italienischen Herstellers setzen kann.

In Italien ist man insgesamt schon einen Schritt weiter. Dort baut nach vorliegenden Informationen BRC derzeit schon eine Fertigungsstraße auf, um die LDi herzustellen. Davon profitieren dann auch die deutschen Kunden. Florian Melber: „Der Verkaufsstart des neuen Systems für ausgewählte Fahrzeuge erfolgt im September 2013.“ Für BRC-Kunden, die händeringend auf die neue Gasanlage warten, um die Fahrzeuge mit den direkt einspritzenden Motoren effizienter als mit den bisher marktüblichen Anlagen mit der Portinjection umrüsten zu können, ist das sicherlich eine frohe Kunde.

Fachleute sind sich darin einig, dass sich die flüssig-direkt einspritzenden Gasanlagen in den kommenden Jahren am Markt durchsetzen werden. Bisher liefert bis auf ein paar kleinere Hersteller lediglich Prins ein ausgereiftes Autogas-System für diese Motorengattung, die in fast allen Neufahrzeugen mittlerweile Verwendung findet. Insbesondere die Abstimmung der jeweiligen Motoren sowie die Konzeption fahrzeugspezifischer Kits treiben die Kosten der Hersteller. Erschwerend kommt eine ständige Verschärfung der Abgasnormen hinzu, die neue Homologationen erforderlich machen.

Auf jeden Fall lohnt sich der Weg zum Nürburgring, denn neben der Präsentation werden auch erste mit dem neuen System umgerüstete Fahrzeuge vorgestellt, die nicht zuletzt wegen der neuartigen Technik Autogas-Interessierte neugierig machen sollten.

Autor: W. Kröger

03.06.2013
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