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Der Trick mit dem Druck. Warum sich Flüssiggas so gut lagern lässt

Wenn die Energie für die Wärmeerzeugung nicht jederzeit über lange Pipelines bis zum Verbraucher geführt wird, dann muss sie vor Ort gelagert werden. Das gibt dem Heizungsbesitzer mehr Flexibilität bei der Brennstoff-Bestellung, erfordert aber auch eine perfekte Ausnutzung der vorhandenen Kapazitäten für die Bevorratung. Schließlich möchte niemand während der Wintermonate ständig neuen Nachschub fürs Heizen ordern müssen. Aus diesem Grund liegt abseits der öffentlichen Gasleitungsnetze ein spezieller Energieträger immer mehr im Trend: Das leitungsunabhängige Flüssiggas gilt als besonders geeignet für Transport und Lagerung, weil es über eine äußerst praktische Fähigkeit verfügt. Schon unter geringem Druck verflüssigt es sich und nimmt dann nur noch etwa 1/260 seines gasförmigen Volumens ein. Und dieser Druck entsteht bereits dadurch, dass der energiereiche Brennstoff in einen Behälter gefüllt wird. Auf diese Weise können große Mengen Flüssiggas in einem Tankwagen zum Verbraucher transportiert werden, in dessen Tank der Druck-Trick dann ebenfalls zur Verflüssigung und damit zu einem geringen Platzbedarf führt. Je nach Behältervolumen reicht solch ein Vorrat an Wärme-Energie meist ohne Nachbestellung für ein oder zwei Heizperioden. Und bei Bedarf kann der Tank auch komplett unterhalb der Erdoberfläche installiert werden. Neben der Langzeit-Versorgung besteht der Vorteil für Hausbesitzer und Sanierer vor allem in der Kompatibilität von Flüssiggas mit zeitgemäßer Heiztechnik. Ob Brennwertkessel, Mini-Blockheizkraftwerk oder die Einbindung einer Solaranlage – das Gas aus dem Gartentank bietet sich unabhängig vom Standort des Gebäudes als ergiebiger Energie-Lieferant für moderne Wärmesysteme an. In allen Anwendungsbereichen verbrennt Flüssiggas extrem sauber, geruchsfrei und mit hohem Heizwert, so dass eine vorbildliche Energieeffizienz gewährleistet ist. Ausführliche Informationen zu dem Brennstoff, der sich unter Druck klein macht, gibt es beim Deutschen Verband Flüssiggas e. V. unter www.dvfg.de.

Januar 2010
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