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Die Spar-Ausrüstung fürs Fahrzeug

Autogas-Antrieb senkt Emissionen und Betriebskosten. Autogas, also Flüssiggas als Antriebsenergie, ist international die Kraftstoff-Alternative Nummer eins. Mehr als acht Millionen Autofahrer nutzen bereits weltweit die sauberen Verbrennungseigenschaften von Autogas. Was seit Jahrzehnten beispielsweise für Gabelstapler und andere Nutzfahrzeuge als ebenso wirtschaftliche wie emissionsarme Energie geschätzt wird, kann heute auch im normalen Straßenverkehr zur Entlastung der Umwelt beitragen. Fahrzeuge mit herkömmlichen Otto-Motoren lassen sich problemlos nachträglich mit einem modernen Autogas-Antriebssystem ausrüsten. Dies ermöglicht schon heute eine Einhaltung der Grenzwerte auf dem Niveau der kommenden Abgasnorm EURO 4. Vor allem bei der CO2- und bei der Partikeleinsparung hat der Autogasantrieb Umweltvorteile. Beim Pkw wird üblicherweise die bivalente Betriebsweise gewählt, d. h. die Fahrzeuge können nach dem Werkstatt-Eingriff wahlweise sowohl mit Autogas als auch mit Benzin fahren. Das Umschalten zwischen beiden Antriebsarten ist sogar während der Fahrt machbar – ganz einfach per Schalter am Armaturenbrett. Für die Ausrüstung mit einem Autogasantrieb sind keine mechanischen Änderungen am Motor erforderlich. Ein Verdampfer-Druckregler sorgt für den erforderlichen Druck, um das Gas vom flüssigen in den gasförmigen Zustand umzuwandeln. Wie bei Benzineinspritzanlagen wird das Gas mit Überdruck in separaten Leitungen direkt vor die Einlassventile der einzelnen Zylinder geführt. Eine intelligente, mikroprozessor-gesteuerte Regelung garantiert stets eine schadstoffarme und wirkungsoptimierte Verbrennung im Motor. Der Gastank kann im Kofferraum oder bei Kleintransportern beispielsweise auch hinter den Sitzen bzw. auf oder unter der Ladefläche installiert werden. Immer häufiger wird auch die Variante eines platzsparenden reifenförmigen Tanks für die Reserveradmulde gewählt. Die Entwicklung von der Nischenenergie zum Wachstumsmarkt Autogas begann in Deutschland 1995, als die Bundesregierung den Steuersatz für Flüssiggas als Krafttoff deutlich gesenkt hatte. Da die Technik für den Flüssiggas-Antrieb zu diesem Zeitpunkt verfügbar, ausgereift und nachweislich erprobt war, wurde mit der Steuererleichterung ein Umrüstungs-Schub ausgelöst, der bis heute von Jahr zu Jahr exponentiell zunimmt. Flüssiggas wird als Kraftstoff nicht nur für den umweltbewussten Autofahrer interessant, sondern zunehmend überall dort, wo hohe jährliche Fahrleistungen die Regel sind, etwa für Firmenfahrzeuge, Taxiunternehmen und kommunale Betriebe. Die stetig wachsende Zahl der zur Zeit rund 15.000 zugelassenen Autogas-Fahrzeuge sowie der Ausbau des Tankstellennetzes auf inzwischen bundesweit mehr als 500 Stationen sprechen für ein Antriebskonzept mit aussichtsreichen Perspektiven. Bis zum Jahr 2005 wird ein flächendeckender Ausbau dieser Infrastruktur auf über 1.000 Autogas-Tankstellen erwartet.

16.04.2004
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