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Erfolgreiche Jahrestagung des Deutschen Verbandes Flüssiggas e. V. in Stuttgart

Themenschwerpunkte:

  • Steffen Bilger, CDU, MdB, sieht in Autogas einen alternativen Kraftstoff, der zur Erreichung der Klimaschutzziele notwendig ist.
  • Wiederwahl beim DVFG-Vorstand: Jobst-Dietrich Diercks und Uwe Thomsen wurden als Vorstandsmitglieder bestätigt.

Vom 6. bis 7. Mai 2013 veranstaltete der Deutsche Verband Flüssiggas e. V. (DVFG) seine Jahrestagung in Stuttgart. Neben Mitgliederversammlung und der Wiederwahl des DVFG-Vorstands gehörten auch interessante Vorträge namhafter Wissenschaftler und Politiker zum zweitägigen Tagungsprogramm. Die DVFG-Jahrestagung richtete sich vorrangig an Verbandsmitglieder, die als Versorgungs- und Zulieferer-Unternehmen für das Produkt Flüssiggas zuständig sind. Aber auch zahlreiche externe Fachleute nutzten die Tagung, um sich über Entwicklungen und Neuheiten der Flüssiggas-Wirtschaft zu informieren. Im Fokus standen dabei die Vorträge zu aktuellen Themen wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Alternative Antriebe und Energiepolitik sowie die „Effizienzinitiative naturnahe Regionen“, mit der der DVFG ländliche Regionen effektiv in die Energiewende einbinden möchte.

Prof. Dr. Mojib Latif vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel referierte sehr anschaulich zum Thema „Verheizen wir unsere Zukunft? Nachhaltigkeit, Klima, Energie“ darüber, was ein unverminderter Ressourcenverbrauch und CO2-Ausstoß für das Weltklima bedeutet. Sein Zitat „Wenn das Klima eine Bank wäre, hätte man es schon längst gerettet“ brachte die Essenz seines Vortrages pointiert zum Ausdruck: Das Klima der Zukunft wird davon abhängen, wie nachhaltig wir ab jetzt handeln werden.

Dieses Leitmotiv fand sich auch beim Vortrag von Steffen Bilger, Mitglied des Deutschen Bundestags und im Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Energie wieder. Er begann seine Rede mit einem Zitat von Horst Köhler: „Mobilität, so wie wir sie heute praktizieren, ist nicht zukunftsfähig“, demzufolge seien nachhaltige Mobilitätskonzepte gefragt. Doch wie sieht die Realität aus? Der Verkehr nimmt immer mehr zu, die CO2-Emissionen und die Kosten für die Mobilität steigen.

Die Bundesregierung setzt dazu nach wie vor auf die Elektromobilität und hält an ihrem Ziel von einer Million Elektrofahrzeugen bis 2020 fest. Nach Ansicht Bilgers ist dieses Ziel „ambitioniert aber möglich“. Dennoch betonte er, dass die Klimaschutzziele nur auf Grundlage eines technologie- und energieoffenen Ansatzes erreicht werden können – und dabei „kommt man an Flüssiggas nicht vorbei“. Autogas ist ein alternativer Kraftstoff, der bereits heute zur CO2-Reduzierung beiträgt und auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten wird. Zudem sieht Bilger auch große Chancen und Entwicklungspotenzial für Autogas im Bereich der Nutzfahrzeuge – also Lkw- und Busverkehr.Der DVFG Vorsitzende Rainer Scharr begrüßte diesen Standpunkt und forderte Bilger auf, sich für die Fortsetzung der steuerlichen Gleichbehandlung aller Gasantriebe einzusetzen, um so allen Anbietern die gleichen Wettbewerbschancen zu bieten.

Einen vielbeachteten Vortrag zum Thema „Politik im Realitäts-Check: Erwartungen versus Ergebnisse, insbesondere in der Energiepolitik“ hielt der Politologe und Parteienforscher Prof. Dr. Jürgen Falter. Er referierte anhand konkreter Beispiele über die komplexen Hintergründe, die zu den bekannten Diskrepanzen zwischen Wahlversprechen vor und der Realität nach Wahlen führen.

Im Rahmen der DVFG-Jahrestagung fand auch die Mitgliederversammlung statt, auf der turnusgemäß die Vorstandswahlen durchgeführt wurden. Jobst-Dietrich Diercks (PRIMAGAS Energie GmbH & Co. KG) und Uwe Thomsen (Propan Rheingas GmbH & Co. KG) sind für die kommende Periode wiedergewählt worden. Neben Jobst-Dietrich Diercks und Uwe Thomsen gehören Rainer Scharr, Klaus Stolte, Markus Eder und Klaus Reckmann zum Vorstandsteam.

Über den Deutschen Verband Flüssiggas e. V. (DVFG):
Im DVFG sind derzeit 117 mittelständische Versorgungsunternehmen und Zulieferbetriebe zusammengeschlossen. Bereits seit 1949, also seit dem Gründungsjahr der Bundesrepublik, setzt sich der Verband für die nationale Flüssiggas-Wirtschaft in Deutschland ein. Der DVFG engagiert sich im Forschungs- und Entwicklungsbereich und arbeitet in relevanten Normungsausschüssen sowie weiteren Gremien mit, um das Thema Flüssiggas in Deutschland weiter voran zubringen.

Pressekontakt:
Sabine Halbgewachs

Deutscher Verband Flüssiggas e. V.
EnergieForum
Stralauer Platz 33 - 34
10243 Berlin

Tel.: +49 (0)30. 29 36 71 -25
Fax: +49 (0)30. 29 36 71 -10
E-Mail: s.halbgewachs(at)dvfg(dot)de

Internet: www.dvfg.de, www.autogastanken.de

14.05.2013
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