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Flüssiggas-Zentralversorgung: Großtank für die Wohnsiedlung

Bauherren von Einfamilienhäusern innerhalb einer Neubausiedlung müssen manchmal langwierige Geduldsproben bestehen – besonders wenn ihr Haus als eines der ersten fertig sein sollte: Bis aus der Ansammlung von Baustellen ringsherum ein echtes Wohngebiet mit nachbarschaftlichen Beziehungen, Einkaufsmöglichkeiten und Kindergärten gewachsen ist, gehen manchmal Jahre ins Land. Im Gegenzug haben manche Siedlungspioniere aber das Privileg, vom Tag des Einzugs an von einer besonders komfortablen Form der Wärmeversorgung zu profitieren. Voraussetzung ist die rechtzeitige Einbeziehung und Einigung der Planer bzw. Eigentümer. Dann kann nämlich auch in Gegenden ohne leitungsgebundenes Gasnetz eine Flüssiggas-Zentralversorgung die Basis für zeitgemäßen Gaswärmekomfort in jedem einzelnen Haus schaffen. Als eine der frühen Baumaßnahmen wird in solchen Fällen ein Flüssiggas-Großtank im Erdreich verlegt, aus dem alle angeschlossenen Häuser direkt nach ihrer Fertigstellung mit Heiz-Energie versorgt werden. Individuelle Brennstofftanks in den Kellern oder auch auf den Grundstücken außerhalb der Gebäude sind nicht mehr erforderlich. Und weil zeitgemäße Gasheiztechnik eine flexible Positionierung des Heizkessels erlaubt, kann auf einen Heizungskeller sogar vollständig verzichtet werden. Nicht nur der Zentraltank für das Wohngebiet, sondern auch die Anschlussleitungen zu den einzelnen Häusern werden unterirdisch verlegt – eine effektive, aber optisch sehr dezente Form der Energiebereitstellung. Innerhalb der Häuser ist das Versorgungssystem lediglich durch je einen Einzelzähler präsent. Niemand muss also für die Wärmeerzeugung seiner Nachbarn mitbezahlen, weil der persönliche Verbrauch exakt erfasst und mit dem Flüssiggas-Versorgungsunternehmen einzeln abgerechnet wird.

August 2009
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