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Flüssiggasverband fordert Verlängerung der Steuererleichterungen für Fahrzeuge mit Gasantrieb. Studie belegt: Autogas erzeugt 15 Prozent weniger CO2 als Benzin

Berlin/Brüssel, 10. November 2012 – Eine Delegation des Deutschen Verbandes Flüssiggas traf sich zu Gesprächen mit dem Europaabgeordneten Dr. Peter Liese am Mittwoch in Brüssel. Hintergrund ist die von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) durchgeführte Well-to-Wheel Studie zur Analyse von Gasfahrzeugen. Sie erfasst den gesamten umweltrelevanten Prozess von der Förderquelle (Well) bis zum Einsatz im Fahrzeug (Wheel).

Autogas, im internationalen Sprachgebrauch auch LPG (Liquefied Petroleum Gas) genannt, ist das als Kraftstoff in Fahrzeugmotoren zum Einsatz kommende Flüssiggas. Laut der Well-to-Wheel Studie erzeugt Flüssiggas signifikant bis zu 15 Prozent weniger CO2 - Emissionen als Benzin. Im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen setzt LPG weniger Schadstoffe wie Feinstaub oder Stickoxide frei. Schon heute sparen Autogas-Fahrzeuge jährlich rund 300.000 Tonnen CO2 ein. Ein Teil dieser Autos ist bereits ab Werk mit einer Gasanlage ausgestattet. Aber auch Bestandsfahrzeuge können nachträglich ausgerüstet werden und tragen somit nicht nur zur Verbesserung der Luftqualität in Deutschland bei, sondern auch zum Erreichen der Klimaschutzziele der Bundesregierung.

Markus Eder, Vorstandsmitglied Deutscher Verband Flüssiggas e. V.: „Zur Stärkung des Einsatzes von Flüssiggas müssen die politischen Rahmenbedingungen sichergestellt werden. Unternehmen brauchen für Investitionen in die Zukunft Planungssicherheit. Deshalb setzen wir uns für die Umsetzung der europaweiten Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie ein und fordern eine Verlängerung der Energiesteuerermäßigungen für Autogas bis 2025. Klar ist, gerade alternative Kraftstoffe können nur mit zusätzlichen Anreizen gegenüber konventionellen Kraftstoffen wettbewerbsfähig bleiben.“

Flüssiggas als Kraftstoff hat sich bereits als praktische und umweltfreundliche Mobilitätslösung in Deutschland etabliert. Über 500.000 Fahrzeuge fahren bereits mit Autogasantrieb allein in Deutschland. Tendenz steigend. Ermöglicht hat das auch eine flächendeckend ausgebaute Tankstellen-Infrastruktur, die derzeitig 6.500 Stationen deutschlandweit umfasst.

Über den Deutschen Verband Flüssiggas e. V. (DVFG):
Der Deutsche Verband Flüssiggas e. V. (DVFG) ist bereits seit 1949, also seit dem Gründungsjahr der Bundesrepublik, die national und international anerkannte und kompetente Vertretung der Flüssiggas-Wirtschaft in Deutschland. Der DVFG engagiert sich im Forschungs- und Entwicklungsbereich und arbeitet in relevanten Normungsausschüssen sowie weiteren Gremien mit, um den effizienten Einsatz von Flüssiggas weiter voranzubringen.

Foto:
(c) Wolfgang Kröger(v.l.n.r.) Dr. Klaus-R. Frisch, Technischer Direktor Deutscher Verband Flüssiggas e.V. Markus Eder, Vorstand Deutscher Verband Flüssiggas e.V. Dr. Peter Liese, MdEP Prof. Dr.-Ing. Thomas Heinze, Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes.

Pressekontakt:
Katharina Kunath

Deutscher Verband Flüssiggas e. V.
EnergieForum
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10243 Berlin

Tel.: +49 (0)30. 29 36 71 -25
Fax: +49 (0)30. 29 36 71 -10
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Internet: www.dvfg.de, www.autogastanken.de

10.11.2012
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