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Marktführer bei den Alternativ-Kraftstoffen

Deutliche Zunahme der Neufahrzeuge mit Autogas. Eine Erfolgsgeschichte im Zeitraffertempo: Als der Alternativ-Kraftstoff Autogas sich auf der AMI 2004 erstmals mit einem großen Gemeinschaftsstand präsentierte, waren auf deutschen Straßen gerade einmal 30.000 flüssiggasbetriebene Fahrzeuge unterwegs. Für ihre Betankung standen knapp 600 öffentlich zugängliche Autogas-Stationen zur Verfügung. Eine Situation, in der es zweifellos noch Pioniergeist erforderte, sein Fahrzeug umrüsten zu lassen. Die finanziellen und ökologischen Produktvorteile sorgten jedoch in den folgenden Jahren für eine beispiellose Marktdynamik: 2006 war bereits die 1.000er-Grenze bei den Tankstellen überschritten und der Fahrzeugbestand auf 70.000 angewachsen. Und bis heute haben sich hierzulande mehr als 200.000 Autofahrer für die schadstoffarme Antriebstechnologie entschieden. Damit ist Autogas ebenso wie im weltweiten Vergleich auch in Deutschland Marktführer bei den alternativen Kraftstoffen. Die Tankstellen-Infrastruktur wächst nach wie vor, hat aber inzwischen mit weit über 3.500 Stationen in allen Regionen eine flächendeckende Dimension erreicht. Nachdem der Bundestag im Jahr 2006 die drohende steuerliche Ungleichbehandlung von Autogas und Erdgas als Kraftstoff aufgehoben hatte, lag die Entscheidung zwischen den beiden Gasantriebs-Varianten bei den Verbrauchern selbst. Es waren mehrere Faktoren, die diese Entscheidung so eindeutig haben ausfallen lassen: Die Ausrüstung mit Autogas ist ein unkomplizierter Werkstatteingriff, der praktisch bei allen Fahrzeugen mit Otto-Motor möglich ist. Je nach Fahrleistung amortisiert sich die Investition vielfach bereits in weniger als zwei Jahren. Die im Gegensatz zu Erdgas niedrigen Betriebsdrücke von Autogas lassen flexible Formgebungen des Tanks zu. Die meistgenutzte Variante des Reserveradmuldentanks erfordert keinerlei Verzicht beim Kofferraum-Volumen, die Reichweite eines bivalenten Fahrzeugs wird durch das Fassungsvermögen dieser Tanks nicht selten verdoppelt. Und für Flottenbetreiber wie z. B. Taxiunternehmen, Kurierdienste oder kommunale Fuhrparks besteht die Möglichkeit, mit geringem finanziellen und baulichen Aufwand eine eigene Betriebstankstelle für Autogas-Fahrzeuge zu errichten. Als Handicap für eine noch erfolgreichere Marktentwicklung galt bislang die Einschätzung, Autogas sei die sinnvolle Lösung für Umrüstungen im Bestand, während Erdgas sich als Antriebsvariante für Neufahrzeuge eigne. Diese Sichtweise muss spätestens mit der AMI 2008 revidiert werden: Noch nie gab es auf einer deutschen Automobil-Ausstellung so viele Autogas-Neufahrzeuge zu sehen wie dieses Jahr in Leipzig. Mit mehr als 60 unterschiedlichen Modellen von Herstellern wie z. B. Ford, Opel, Fiat, Volkswagen, Chevrolet, Subaru und Citroen steht Autogas dem entsprechenden Angebot von Erdgasfahrzeugen in nichts mehr nach. Wer sich anschaulich und umfassend über das schadstoffarme Antriebskonzept Autogas informieren möchte, der kann auf der AMI 2008 den großen Gemeinschaftsstand besuchen (Halle 3, Stand B31). Vom 5. bis zum 13. April präsentieren dort Versorgungsunternehmen, Kfz-Hersteller, Ausrüster und Technik-Zulieferer alles, was heutige und künftige Autogasfahrer interessiert. Dabei soll auch die gerade gestartete Initiative „Autogas-Wald“ des Deutschen Verbandes Flüssiggas e. V. (DVFG) vorgestellt werden: Für jedes Autogas-Fahrzeug, das in Deutschland entweder durch Umrüstung oder durch den Kauf eines ab Werk ausgerüsteten Modells zum Einsatz kommt, soll ein Baum gepflanzt werden.

05.04.2008
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