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Oben Garten, unten Energie: Erdgedeckte Flüssiggastanks

Wenn die Energie fürs Heizen nicht per Leitungsnetz ins Haus kommt, dann muss sie je nach Bedarf bestellt, geliefert und gelagert werden. Vor allem die Lagerung wird in manchen Haushalten zum Problem. Denn ob Heizöl, Kohle, Brennholz oder Pellets: Meistens ist es der Keller, in dem die Energie-Reserven Platz finden. Die gesamte Unterkellerung wird jedoch in vielen Wohnhäusern zu einer immer kostbareren Nutzfläche, die nicht nur zur Vorratslagerung oder als Waschkeller benötigt wird, sondern z. B. als Hobby- oder Fitnessraum, als Heimbüro, Sauna bzw. Gästezimmer. Spätestens bei Familienzuwachs findet sich für diese Raumnutzung nämlich oft kein Platz mehr im oberen Wohnbereich. Die Alternative bietet eine Wärmeenergie, deren Lagerung standardmäßig keine Kellerfläche beansprucht: Das transportable Flüssiggas macht nicht nur unabhängig vom Netz der öffentlichen Gasversorgung, sondern auch von der Notwendigkeit einer Bevorratung innerhalb des Gebäudes. Flüssiggastanks werden im Außenbereich installiert, wobei der Trend verstärkt zur erdgedeckten Lagervariante geht. Der Gasbehälter verschwindet dann vollständig unter der Erdoberfläche, außer einem kleinen Deckel beeinträchtigt nichts die Optik von Garten oder Hof. Als Faustregel für die Behältergröße gilt: Bei einem Jahresbedarf von bis zu ca. 4.500 Litern reicht ein Tank mit Nenn-Füllgewicht von 1,2 Tonnen, bei einem Bedarf von bis zu rund 7.600 Litern sollte der Tank-Typ 2,1 Tonnen gewählt werden. Dann ist mit maximal zwei Lieferungen die Wärmeenergie fürs ganze Jahr gesichert. Und trotzdem erlauben die kompakten Abmessungen eine weitreichende Flexibilität bei der unterirdischen Lagerung. Selbst unter kleineren Ziergärten findet sich Platz für den Tank, der von hier aus die häusliche Heizung, die Warmwasserbereitung und gegebenenfalls auch einen Gasherd versorgt. Die kreisrunde Schachtabdeckung für die Befüllung lässt sich leicht hinter Büschen oder Sträuchern verbergen.

April 2010
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