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So macht sich die neue Heizung bezahlt Mit Brennwerttechnik schnell in den grünen Bereich

Die Erneuerung einer alten Heizungsanlage durch eine moderne, energieeffiziente Wärmeerzeugung hat nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den Hausbesitzer erhebliche Vorteile: Fast immer der wichtigste: Nach einem gewissen Zeitraum hat sich die Modernisierung von selbst bezahlt gemacht. Denn weniger Brennstoffverbrauch und geringere Emissionen bedeuten auch stets reduzierte Heizkosten. Die Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft e. V. (VdZ) geht davon aus, dass 90 Prozent der deutschen Heizungsanlagen die möglichen energetischen Potenziale nicht voll ausnutzen. Mit anderen Worten: Die Wärme ist teurer als notwendig, eine bedarfsgerechte Anpassung oder ein Austausch machen also Sinn. Unterschiede bei den möglichen Heizungssanierungen gibt es natürlich hinsichtlich der Investitionskosten, der Höhe des künftigen Verbrauchs und damit auch der Zeitspanne bis zur Amortisation. Wer möglichst schnell seinen finanziellen Aufwand durch den geringeren Brennstoffbedarf wieder ausgleichen möchte, der sollte die Anschaffung eines Brennwertkessels in Betracht ziehen. Brennwertgeräte kosten in der Anschaffung zwar mehr als beispielsweise Niedertemperaturkessel, haben sich aber wegen der besseren Effizienz in kürzerer Zeit amortisiert. Nach VdZ-Angaben kann sich diese Modernisierungsmaßnahme bereits nach 5,9 Jahren bezahlt gemacht haben. Beim Umstieg auf eine Wärmepumpe fällt die jährliche Ersparnis zwar noch deutlicher aus, allerdings hat dieser Schritt Amortisationsfristen von bis zu 15 Jahren zur Folge. Die Investitionen für Brennwerttechnik bleiben überschaubar, weil die Installation meistens einen vergleichsweise geringen baulichen Aufwand erfordert. Beim Einsatz von Gas als Wärme-Energie kann ein kompakter Kessel auch in oberen Geschossen flexibel an die Wand gehängt werden. Das ist sogar in Regionen ohne Gasnetzanschluss möglich, wo das leitungsunabhängige Flüssiggas den Umstieg auf zeitgemäßen Gasheizkomfort erlaubt. In diesem Fall kann aus einem bisher im Keller untergebrachten Brennstofflager wertvolle Nutzfläche werden, denn Flüssiggas lagert außerhalb des Hauses in einem ober- oder unterirdischen Tank. Eine Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat übrigens erge-ben, dass Amortisationsfristen wie bei der Brennwerttechnik die Modernisierungsbereitschaft der Heizungsbetreiber deutlich fördern. Knapp die Hälfte aller befragten Eigentümer und Mieter bekundeten Interesse an Maßnahmen zur Energieeinsparung, wenn zwischen Investition und Ertrag fünf Jahre liegen. Bei einem Plus erst nach acht Jahren sind es nur noch 18 Prozent, bei Amortisationsfristen von zwölf Jahren sinkt die Bereitschaft

Februar 2010
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