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Tipps zur Wärmekosten-Minimierung. Auf Raumtemperaturen und Energieeffizienz achten!

Warmes Wasser und Heizungswärme sind unmittelbar fühlbar, die Kosten dafür machen sich allerdings zu einem völlig anderen Zeitpunkt bemerkbar. Ob nun die Brennstoffrechnung bereits vor Monaten bei der Tankbefüllung fällig war oder ob sie regelmäßig in pauschalen Monatsraten abgebucht wird – in jedem Fall fehlt der direkte Bezug zum einzelnen Duschbad oder zum aktuellen Aufheizen des Wohnzimmers. Anders als z. B. bei den Benzinpreisen fürs Autofahren haben viele Menschen deshalb nur sehr vage Vorstellungen von den tatsächlichen Energiekosten für die Wärmeerzeugung im Haushalt. Eine Wissenslücke, die oftmals teuer be-zahlt wird: Denn immerhin nahezu 90 Prozent des Endenergiebedarfs werden in Privathaushalten allein durch das Heizen und die Warmwassererzeugung verursacht. Und es sind oft ganz simple Maßnahmen bzw. Verhaltensweisen, mit denen sich dieser Hauptbestandteil der Wohnnebenkosten deutlich reduzieren lässt. So sind zu hohe Raumtemperaturen nicht nur ungesund, sondern auch unnötig kostentreibend. Bereits die Absenkung um ein Grad spart in den Wintermonaten nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) rund sechs Prozent der Heizenergie. Temperaturen von 20 bis 21 Grad Celsius werden meistens als behaglich empfunden und sind deshalb für Wohn- und Arbeitsräume völlig ausreichend. In der Küche und im Schlafzimmer gelten 17 Grad als Richtwert, nachts muss es in keinem Raum wärmer als 16 Grad sein. Bleiben Haus oder Wohnung tagsüber verlassen, sind Raumtemperaturen von mehr als 15 Grad pure Energieverschwendung, bei längerer Abwesenheit, z. B. im Urlaub, sollten die Thermostatventile auf die Frostschutzposition gestellt werden. Dies alles kann schon zu einer spürbaren Kostensenkung führen, bleibt jedoch wirkungslos, wenn die Wärmeerzeugung einem veralteten, unwirtschaftlichen und möglicherweise überdimensionierten Heizkessel überlassen wird. Effiziente Anlagentechnik ist nach Angaben des Umweltbundesamtes eine wichtige Voraussetzung zur Vermeidung überflüssiger Wärmekosten. Wird beispielsweise ein veralteter Standardheizkessel oder ein Niedertemperaturkessel durch einen modernen Gasbrennwertkessel ersetzt, dann amortisiert sich diese Maßnahme im Laufe der Jahre allein durch den verringerten Energieverbrauch. Dies gilt sogar in Regionen ohne öffentliche Gasnetzversorgung, weil aktuelle Gasheizkessel auch für den Betrieb mit der leitungsunabhängigen Energie Flüssiggas ausgelegt sind. Mit solch einer Anlage muss übrigens niemand mehr abends durch alle Räume gehen, um die Thermostatventile herunterzuregeln: Bei modernen Heizungen lässt sich die nächtliche Absenkung der Raumtemperatur zentral programmieren.

Oktober 2010
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