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Wärme gibt es auch günstiger. Energiesparen ohne Komfortverzicht

Wenn das Familienklima stimmt, profitiert auch der Klimaschutz: Allein durch das Zusammenleben spart beispielsweise ein Vier-Personen-Haushalt pro Familienmitglied jährlich 5,7 Tonnen CO2 gegenüber dem Bewohner eines Singlehaushalts. Vor allem deshalb, weil nicht separat, sondern für mehrere Menschen gleichzeitig geheizt wird. Bei der Wärme-Erzeugung liegen nämlich nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) die höchsten Energiespar-Potenziale in Privathaushalten. Deren Umsetzung lässt neben den Schadstoffemissionen natürlich auch die Nebenkosten sinken. Es lohnt sich also in mehrfacher Hinsicht, mit Heizenergie bewusst umzugehen. Und damit ist keinesfalls Frieren oder der Verzicht auf Wohnlichkeit gemeint. Dass das Energiesparen sowie eine Verbesserung des Wärmekomforts sich nicht ausschließen, zeigen die UBA-Empfehlungen für alle, die eine Heizung besitzen oder betreiben. So raten die Umweltexperten zur regelmäßigen Wartung einer Zentralheizungsanlage, bei der auch die Einstellungen des Brenners überprüft werden müssen. Um Rußablagerungen zu entfernen, sollte der Kessel vor Beginn der Heizperiode gereinigt werden. Die Verbrennung ist dann vollständiger und der Energiebedarf niedriger. Bei zahlreichen Geräten, die älter als zehn Jahre sind, werden jedoch auch diese Maßnahmen die Heizkosten nicht wesentlich reduzieren. Hier plädiert das Umweltbundesamt für eine schnelle Erneuerung der Anlage. Erst bei einem modernen und möglichst energieeffizienten Heizsystem gehen maximale Regelungsmöglichkeiten und minimaler Brennstoffverbrauch Hand in Hand. „Besonders wirkungsvoll ist die Gas-Brennwerttechnik“, heißt es in einem UBA-Ratgeber. Ein Hinweis darauf, dass bei anstehenden Modernisierungen nicht nur der Austausch des Wärmeerzeugers, sondern gegebenenfalls auch der Umstieg auf einen neuen Energieträger bedacht werden sollte. Gasbetriebene Heizungen bieten für das Prinzip der Brennwerttechnik die optimalen Voraussetzungen, weil die Ausbeute an Kondensationswärme hier höher ist als bei anderen Brennstoffen. Das gilt ebenso für flüssiggasbetriebene Brennwertkessel, die den Einsatz zeitgemäßer Gasheiztechnik auch in Regionen ohne Gasnetzanschluss zulassen. Und wenn der Heizungsaustausch beispielsweise durch die Einbindung einer Solaranlage oder eine verbesserte Wärmedämmung unterstützt wird, dann macht sich das Einspar-Potenzial in den Privathaushalten besonders stark bemerkbar. Insgesamt, so das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) können die Deutschen allein durch die energetische Gebäudesanierung bis zum Jahr 2020 mindestens 50 Milliarden Euro an Heizkosten sparen. Eine imposante Summe, die umgerechnet auf den einzelnen Haushalt zu einer zügigen Amortisation der Investitionen führt.

Februar 2010
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